Lorch liegt am westlichsten Zipfel des Rheingaus — dort wo der Fluss um eine Kurve biegt und das Mittelrheintal beginnt. Wer hier ankommt, hat den Rheingau von Ost nach West durchquert. Und merkt: Das Beste kommt zuletzt.
Steilste Lagen, intensivste Weine
Die Lorcher Weinberge gehören zu den steilsten im gesamten Rheingau. Phyllitschiefer und Quarzit dominieren — Böden die Riesling in seiner mineralischsten, kantigsten Form hervorbringen. Kein Riesling für den schnellen Genuss, sondern einer der lagert, der Zeit braucht, der dann antwortet. Das Bodental-Steinberg ist die bekannteste Lage — terrassenartig angelegt, schwer zu bewirtschaften, einzigartig im Ergebnis.
Die Stiftskirche St. Martin
Die romanisch-gotische Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert dominiert das Stadtbild. Ihr spätgotischer Flügelaltar — der sogenannte Lorch-Altar — gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Kunstwerken in Hessen. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist für Besucher geöffnet. Ein stilles, eindrückliches Zeugnis mittelalterlicher Baukraft direkt über dem Rhein.
Grenze und Übergang
Lorchhausen, der südliche Ortsteil, markiert die offizielle Grenze des Rheingaus. Dahinter beginnt das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die Grenzen sind fließend — in den Weinlagen, in der Architektur, in der Atmosphäre. Lorch ist Rheingau und schon etwas anderes, beides gleichzeitig. Das macht es interessant.
Bodental-Steinberg
Riesling · Erste Lage
Lorch Krone
Riesling · Ortswein
Lorch Kapellenberg
Riesling · Ortswein
Lorchhausen Rosenberg
Riesling · Steillagen